Mittwoch, 22. Juni 2011

Pegasuscitar- neue Bewertung

Danke Devy für die Bewertung zu Pegasuscitar- Auf magischen Schwingen:
Ich könnte nun einfach schreiben: Es ist die vermutlich ausgereifteste Schreibe im Wettbewerb und gut. Aber damit ist es nicht getan. Fangen wir mal oben an. Ich - also ICH - würde den Titel Pegasuscitar wählen und es dabei belassen. "Die magischen Schwingen" sind mir persönlich eine Umdrehung too much.
Der Schreibstil ist wunderschön. Ich musste teilweise ein bisschen grinsen, weil ich mich darin schrecklich zu Hause fühle. Mit der ganzen Emotionalität und so weiter. Mit der Welt, die sich eröffnet und ihre eigenen Begebenheiten hat. Da kommt in mir automatisch die Reaktion: "Okay, wo ist die Landkarte? Wo ist mein Lexikon? Wo ist meine Geschichte des Landes?"
Und das ist ein hervorragendes Zeichen. Neue Welten muss man halbwegs fühlen können, damit man ein Interesse an ihnen entwickelt. Und das geschieht hier zweifelsohne. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass sich das Geheimnis des Pegasus ohne viel Tamtam löst. Feyk ist nicht auf den Kopf gefallen und das merkt man. Dasselbe gilt für Vigar, der sich natürlich nichts vormachen lässt. Was mich bei beiden interessieren würde, ist die Frage, ob sie auch dunkle Seiten haben. Bisher wirken sie beide sehr positiv, während der Wirt einfach "böse" scheint. Wie viel steckt bei Vigar dahinter? Hat er auch schlechte Eigenschaften? Bisher scheint er ein bisschen gut für diese Welt. Feyk hingegen... ja, ich habe den Eindruck - dank Vigar -, dass er ein recht gängiges Schicksal teilt. Das gefällt mir gut. Also der Eindruck, dass es in dieser Welt einfach diese Gegebenheiten gibt und dass sie nicht allzu selten sind. Andererseits wundert mich dann wieder Vigars überraschte Reaktion. Wenn er weit gereist ist, sollte man doch damit rechnen, dass die Jungs und Mädels - bei denen er es schon gesehen hat -, zu ganz bestimmten Diensten aufs Zimmer geschickt werden. Aber du merkst, das sind Kleinigkeiten.
Was mir auffällt, ist - ich fasse es nicht, dass ausgerechnet ich das sage -, dass es teilweise zu viele Adjektive gibt. Die Beschreibung von Vigar en bloque ist eine Umdrehung zu viel für mich. Dasselbe gilt für Beschreibungen, die es nicht mehr braucht. "Der dunkle SChatten" ist doppelt gemoppelt zum Beispiel. Helle Schatten sind ganz selten. ;)
Aber auch hier gilt wieder: Innerhalb einer Überarbeitung fliegen ein paar wenige Worte raus und es passt. Ist ein Kreuz, oder? Man will alles hübsch beschreiben und auf einmal wird es ein bisschen zu viel und man muss alle schönen Sachen wieder herauswerfen. Hmpf. Doof.Letzendlich weiß ich immer noch nicht, wie viele Punkte ich geben soll. Weil mir meine persönlichen Vorlieben dazwischenfunken. Es ist eine sehr feminine Geschichte. Das entspricht einfach nicht meinen Lesegewohnheiten.
Haust du mich, wenn es bei 9 Punkten bleibt? Muss ich mit leben.
Ich glaube, das hier ist ein Buch, das sich für den Verlag unheimlich rechnen wird. Es ist auch ein Buch, das ich lesen würde und werde. Aber mir ganz persönlich fehlt bisher die Umdrehung Männlichkeit. Doch du kennst mich: Ich bin eine der wenigen Frauen, die darauf Wert legt. ;)

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