Mittwoch, 21. Dezember 2011

Neues im neuen Jahr

Im nächsten Jahr wird es etwas Neues von mir geben:
Kavaliersdelikt
Leandro ist Keyborder in einer regional bekannten Boyband. Nach einer Probe trifft er auf Henny, ein Mädchen aus dem Kunstkurs. Sie fasziniert und verblüfft ihn, denn sie ist so ganz anders, als alle Mädchen mit denen er bisher zusammen war.
Was er nicht ahnt: Henny ist die Abkürzung für Hendrik und dieser kann sein Glück gar nicht fassen, dass sein heimlicher Schwarm ihn tatsächlich angesprochen hat. Auch wenn es nur von begrenzter Dauer sein wird, ist er bereit, sich auf dieses Abenteuer einzulassen.
 Zwei Häppchen vorab:
„Was schleichst du dich denn hier so an?“, blaffte sie ihn schließlich mit erschrocken klingender Stimme an. Diese war weniger hell, als er erwartet hatte, irgendwie passte es jedoch absolut zu ihrem eher burschikosen Aussehen.
Leandro stutzte dennoch, zweifelte noch einen winzigen Moment, dann jedoch war er sich wieder sicher. Dies war definitiv ein Mädchen. Solche Augen mit so langen Wimpern konnte nur ein Mädchen haben. Zudem diese niedliche Stupsnase und ihre weichen Lippen. Da wollte man sie sofort küssen.
Und welcher Junge würde sich die Haare schon mit einem solch glitzernden, kitschigen Haargummi zum Zopf binden? Zudem trug sie diese kleinen, grünen und funkelnden Ohrringe. Nein, befand er, sie war vor allem einfach viel zu süß, um ein Junge zu sein.
„Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken“, brachte Leandro zerknirscht hervor, konnte allerdings - verflucht noch einmal - nicht den Blick von ihren Augen lassen.
Wow, so hübsch. Tiefgrün und nach außen hin heller werdend. Das war mit Abstand das süßeste Mädchen, welches er seit Langem gesehen hatte.
„Habe ich da was im Gesicht?“, fragte sie ihn überrascht, als er sie unentwegt anstarrte und wischte sich vorsichtshalber mit dem Ärmel ihres zu großen, farbverschmierten Hemdes über die Wange.
„Äh, nein. Entschuldige!“, antwortete Leandro schuldbewusst und löste endlich den Blick mühsam von ihren Augen und den langen Wimpern.
Unsicher irrte sein Blick umher und er war um weitere Worte verlegen. So etwas passierte ihm höchst selten. Er war zwar kein Draufgänger oder Aufreißer trotzdem fiel ihm sonst immer ein guter Spruch ein. Heute klappte es irgendwie nicht.
„Ich bin noch nie von einem Jungen ins Café eingeladen worden“, gab er überzeugend von sich. Stimmte ja auch. Er war zwar auch mal mit ein paar anderen schwulen Jungs unterwegs gewesen, aber eingeladen, „gedatet“ hatte ihn noch keiner. Nicht wie Leandro es gerade tat.
„Na dann habe ich ja verdammtes Glück gehabt, dass ich mich getraut habe und du auch noch „ja“ gesagt hast“, freute sich Leandro glücklich lächelnd und griff augenzwinkernd nach Hendriks Hand. Augenblicklich schlug dessen Herz noch schneller, obwohl das eigentlich gar nicht mehr möglich war. Instinktiv wollte er die Hand zurückziehen, beließ sie jedoch in Leandros Griff. Es fühlte sich warm und einfach nur gut an.
Boah, war das toll! Ein absolut geniales Gefühl. Nicht in seinen kühnsten Träumen hatte er es sich so wunderbar vorgestellt. Leandro flirtete offensichtlich mit ihm. Mit ihm!
Nein!
Mit ihr. Mit Henny, ermahnte er sich nüchtern.
Bleib cool. Er ist hetero, er hält dich für ein süßes, schüchternes Mädchen, nur deshalb ist er so zuvorkommend und freundlich zu dir.
Aber es tat so gut. Es war einfach nur ein geniales Gefühl und er würde es genießen, solange es eben ging. Scheiß auf die Konsequenzen

1 Kommentar:

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