Sonntag, 25. März 2012

Damals ...

Neulich stolperte ich über ein paar Schreibmaschinenseiten. Lange her, da war das der Anfang für einen Fantasyroman. Ich war so um die vierzehn.  Erklärung und Entschuldigung, aber eventuell ganz amüsant zu lesen:
Zwischen rotbraunen, leicht zerfransten Blättern, die nur spärlich noch dem Herbstwind trotzten, stahlen sich goldwarme Strahlen einer Sonne hervor, deren Tageszeit sich langsam aber beständig dem Ende zuneigte und die mit ausgesuchten Schönheiten, vergoldeten Grüßen und blitzenden Reflexen einen Höhepunkt vor das düstere, drohende Schwarz der herannahenden Nacht setzte.
Blutigrote Zweige winkten ihren Abschied und die Schatten zwischen den Bäumen wagten sich siegessicher, aber noch zögernd ob der gewaltigen Macht der Beherscherin des Lichtes hervor. Kühle Abendluft stahl sich in die träge Wärme des Herbsttages und bemühte sich jeden Duft des warmen Laubes und der wohlig feuchten erde zu verdrängen. Hier und da bewegte sich das durchsichtige Blattwerk durch den Flügelschlag eines dösenden Vögels (steht da wirklich so), von Zeit zu Zeit erzitterte die Luft unter dem Zwitschern oder dem trägen Schrei eines jener müden Waldbewohner, Wie unheiliges Getöse mutete in dieser friedvollen Stille des weichenden Tages das Knacken eines Astes oder das Rascheln von Laub an, wenn ein unvorsichtiger Verbündeter der kommenden Nacht sich den Vorboten anschloss und ein Reh oder ein anderes scheues Waldtier seinen Ruheplatz und seine Zuflucht vor den Herrscharen (steht da wirklich so) des Lichtes verließ.
Die tief ins feuchte, laubbestreute Gras des Waldbodens eingeschnittenen Spuren eines schmalen Fahrweges boten manch grauem Schatten einer Maus ihren Schutz un dim langen Gras und dichtem Gebüsch des Waldrandes raschelten die ebenso wachen Feinde auf ein willkommenes Nachtmahl.

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